Zurück zu Aktuell!

Tierarztpraxis
Dr. med. vet. Holger Heymann

Schötmarsche Str.15a
33818 Leopoldshöhe

Tel.: 0 52 08 / 95 96 36
e-mail: tierarzt-dr-heymann@t-online.de

Zahngesundheit bei Hunden und Katzen

Leider werden immer noch viel zu häufig Zahnerkrankungen zu spät erkannt.
In unserer Praxis werden die Tiere dann meistens wegen mangelndem Appetits oder schlechtem Geruchs aus dem Fang vorgestellt. Die Untersuchung der Maulhöhle ergibt dann häufig starken Zahnsteinbefall mit z. T. eitrigen Entzündungen des Zahnhalteapparates.
Bei derart starken Entzündungen ist es für uns immer wieder verwunderlich, dass die Tiere über Monate hinweg überhaupt noch Futter zu sich nehmen konnten. Jeder von uns, der schon mal eine simple Zahnfleischentzündung hatte, weiß wie schmerzhaft so etwas sein kann.
Zahnstein entsteht aus Plaque und ist mit zahlreichen Keimen (Bakterien, Viren, Pilzen) behaftet. Diese Keime werden von der Maulhöhle in innere Organe wie Herz, Leber, Nieren und Lunge abgeschwemmt und können dort zu weiteren Schädigungen führen, an deren Ende das Versagen der betroffenen Organe stehen kann.
Glücklicherweise gibt es heute eine Vielzahl von Möglichkeiten Ihrem Tier derartige Erkrankungen weitestgehend zu ersparen:

- Gewöhnen Sie Ihr Tier bereits im Welpenalter daran, sich ins Maul schauen zu lassen
- Kontrollieren Sie in regelmässigen Abständen die Maulhöhle und entfernen Sie Futterreste
- Versuchen Sie Ihr Tier ans Zähneputzen zu gewöhnen
- füttern Sie zusätzlich Futtermittel mit zahnreinigender Wirkung (z. B. Hills t/d oder Hills Oral Care)
- vermeiden Sie die Fütterung klebriger Futtermittel und halten Sie den Trockenfutteranteil möglichst hoch
- gehen Sie regelmässig mit Ihrem Tier zum Tierarzt

Typische Anzeichen einer Zahnerkrankung:
- gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch
- Zahnverfärbungen und Zahnstein, Mundgeruch, Einseitiges Kauen
- Bevorzugung weicher Nahrung (festes Futter wird stehen gelassen)
- Kratzen mit der Pfote am Maul
- starker Speichelfluss ("sabbern")

Natürlich ist es trotz aller Prophylaxe -besonders in zunehmendem Alter- möglich, dass Ihr Tier Zahnstein oder Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleisches entwickelt. Es wird dann evtl. auch nötig sein, Ihr Tier zu narkotisieren um den Zahnstein mit Hilfe von Ultraschall zu entfernen und ggf. Zähne zu ziehen. Besonders sinnvoll ist es, im Anschluss an eine solche Zahnsanierung mit der regelmässigen Zahnpflege zu beginnen. So können Sie Ihrem Tier vielleicht sogar weitere Zahnsanierungen ersparen.

<