Tierarztpraxis
Dr. med. vet. Holger Heymann

Schötmarsche Str.15a
33818 Leopoldshöhe

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Leptospirose

Die Leptospirose, die auch unter den Namen Stuttgarter Hundeseuche und Weil-Krankheit bekannt ist, ist eine bakterielle Erkrankung mit weltweiter Bedeutung.
Sie wird durch eine Infektion mit dem Bakterium Leptospira interrogans verursacht, wodurch es zu mitunter schweren Organschäden, insbesondere der Leber, kommen kann.
Leptospiren persistieren vor allem in Wildtieren, wobei der Ratte eine besondere Bedeutung als Infektionsquelle für den Hund zukommt. Die Bakterien werden mit dem Urin infizierter Tiere ausgeschieden, so auch von der Ratte, die die größte Bedeutung als Infektionsquelle besitzt.
Die Ansteckung erfolgt entweder durch direkten Kontakt mit infektiösem Urin, bei der Paarung, diaplazentär, durch Bisse oder Hautläsionen oder auch indirekt über eine kontaminierte Umwelt (Wasser, Futter, Erde, Schlafstelle usw.).
Vor allem für ungeimpfte Tiere kann eine Infektion tödlich verlaufen. Aber auch Menschen können sich über den Kontakt mit infektiösem Hundeurin infizieren. Daher ist eine Impfung gegen Leptospirose unbedingt angeraten. Sie gehört nach den Deutschen Impfempfehlungen für die Kleintierpraxis zu den Pflichtimpfungen.
Sie ist nach der Grundimmunisierung jährlich aufzufrischen, in Endemiegebieten ist sogar eine halbjährliche Auffrischung des Impfschutzes ratsam.